76 Lisl Ponger

  • Titel:
    Karl Ratzer
  • Entstehungsjahr:
    1968
  • Technik:
    Vintage Print
  • Format:
    25 x 20 cm
  • Signatur:
    sign.
  • Rahmen:
    gerahmt
  • Rufpreis:
    € 350 (exkl. Rahmen)

Lisl Ponger (75, 76) → Tim Sharp (77)

Lisl Ponger
geb. 1947 in Nürnberg
lebt und arbeitet in Wien

Ausbildung an der Fotoklasse an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien

1988 Österreichischer Förderungspreis für Filmkunst
1994 Würdigungspreis für Filmkunst
2003 Niederösterreichischer Würdigungspreis für Bildende Kunst

1998/99 und 2001/02 Gastprofessur für Künstlerische Fotografie an der
Universität für Angewandte Kunst, Wien

Ponger absolvierte die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und arbeitete als Fotografin. Sie fotografiert bei Aktionen von Peter Weibel, Otto Mühl und Hermann Nitsch. Die Jahre von 1974 bis 1978 verbrachte sie dann in den USA und in Mexiko, wo sie mit einer geliehenen Kamera ihren ersten Film drehte. Nach Wien zurückgekehrt, drehte sie eine Reihe von weiteren Filmen im Format Super 8 (“Souvenirs”, 1981; “Tendencies to exist”, 1984; “Train of recollection”, 1988; “Semiotic ghosts”, 1990).

1991 erschien der Fotoband “Doppleranarchie” mit Lisl Pongers Fotos der Wiener Künstlerszene aus den turbulenten Jahren 1967- 1972. 1993 produzierte der Wieser Verlag in Klagenfurt ihr bisher erfolgreichstes Fotobuch “Fremdes Wien”, das die Vielfalt der in Wien lebenden Nationalitäten zeigt. Zu dem Buch ist auch eine CD erschienen, auf der die Photos mit filmischer Dramaturgie montiert sind.

1995 folgte der Band “Xenographische Ansichten”. Er enthält Fotos und Texte von und über Wienerinnen und Wiener, die sich so stark mit einer anderen Kultur identifizieren, dass sie diese leben. 1999 folgte, gemeinsam mit Felicitas Heimann, der Fotoband “Wiener Einstellungen”, in dem sie auf der Basis eines rekonstruierten Stadtplans des jüdischen Wiens der 30er Jahre die heutigen Gebäude und Plätze fotografiert. Ebenfalls 1999 erschien “Frauen in Wien”, der erste Band des Projekts “Frauen sichtbar machen” vom Frauenbüro der Stadt Wien. 2001 folgte ein weiterer Band der Reihe mit Aufnahmen von Migrantinnen.

Einzelausstellungen (Auswahl)
2014 The Vanishing Middle Class, Secession, Wien; Schöne Fremde, Kirchnermuseum, Davos; Dreams of New Worlds, Charim Galerie, Wien; 2011 …it belongs in a museum” (Indian(er) Jones III), Charim Galerie, Wien; 2010 Werkschau XV, Fact or Truth, Fotogalerie Wien; 2008 Lasst tausend Blumen blühen, Kunsthaus, Dresden; Happy Birthday, History, CUC, Berlin; 2007 Imago Mundi, Landesgalerie, Linz; 2006 Die Beute, Galerie Charim, Wien; 2004 Place Myths, Galerie Charim, Wien; Si j’avais eu l’autorisation…, Dak’art Off, Dakar, SEN; Phantom Fremdes Wien, Wien Museum, Wien; 2001 Arbeiterkammer Galerie, Wien; 1999 Musée d’ethnographie, Genf; 1996 Museum für Völkerkunde, Wien; 1993 Fremdes Wien, Kunsthalle Exnergasse, Wien

Ausstellungsbeteiligungen und Filmvorführungen (Auswahl)
2014 Vienna Unveiled: A City in Cinema, MOMa, New York; 2013 The Collection #4, Belvedere, Wien; in progress. Works from the mumok Collection, mumok, Wien; 2012 Dark Side of the Moon, 9th Baltic Biennale of Contemporary Art, Szczecin, PL; Truth is concrete, Steirischer Herbst, Graz; Gata le nna, Walk with me, The Bioscope, Johannesburg; 2011 Beauty Contest, Austrian Cultural Forum, New York; Haut, Kunsthaus Hamburg; Repair Democracy – Ein Demonstrations­zug, Kunst im öffentlichen Raum, Wien; Fetish Modernity, Royal Museum for Central Africa, Tervuren, BE; 2009 Zur Tektonik der Geschichte, ISCP, New York; 2008 Recollecting. Raub und Restitution, MAK, Wien; Typical! Clichés of Yews and Others, Spertus Museum, Chicago; Jüdisches Museum, Berlin; 2009 Typisch! Klischees von Juden und Anderen, Jüdisches Museum, Wien; 2007 Documenta XII Filmprogramm, Kassel; 21 Positions, Austrian Cultural Forum, New York; 2006 Orientalism & Ephemera, Art Metropole, Toronto; Ottawa Art Gallery, Ontario; 2005 48th San Francisco International Filmfestival, San Francisco; Projekt Migration, Kölnischer Kunstverein, Köln; Die Regierung, Wiener Secession, Wien; 2004 Nomads & Residents, BAK, Utrecht; Der Black Atlantic, Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Formate, MNAC, Bukarest; Tour-ism, Tàpies Foundation, Barcelona; Destiny Deacon / Lisl Ponger, Salzburger Kunstverein, Salzburg; 2002 Documenta XI, Kassel; 2001 Du bist die Welt, Künstlerhaus, Wien; An evening with Lisl Ponger, Cineprobe, MoMA, New York

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