72 Bernhard Hausegger

  • Titel:
    Melancholica 2
  • Entstehungsjahr:
    2013
  • Technik:
    Bleistift, Gouache, Papier
  • Format:
    50 x40 cm
  • Signatur:
    signiert
  • Rahmen:
    gerahmt
  • Rufpreis:
    € 400 (inkl. Rahmen)

geb. 1957
bhausegger.at

BEHAUPTEN ICH BIN APPETITLICH ODER 1001 ZEICHNUNG
Wie Scheherazade, die Tochter des Wesirs des Königs Schahriyar, erzählen Hauseggers Zeichnungen unendlich viele Geschichten, um immer wieder an einer spannenden Wendung abzubrechen, wiederaufgenommen und in eine andere Richtung getrieben zu werden. Es ist eine Geste des Beutemachens, wenn Hausegger sich des kollektiven Bildgedächtnisses bedient, seine Figuren sind den Märchen und Comics aber auch medial vermittelten Bildern entliehen. Wie in einer Versuchsanordnungen, in offenen Bildkombinatoriken werden sie immer wieder neu gemischt. Er erzählt Tragödien, Komödien Anekdoten, stellt Behauptungen auf und leistet sich formale Experimente, dekliniert einzelne Formen gewissenhaft durch. Seine Motive unterlaufen immer wieder hinterhältig ihre ursprünglich lieblich-harmonische Konnotationen: Zwerge lassen die Hose hinunter, Lämmchen bluten, kleine Mädchen zeigen traurig ihren Schritt und Ponies haben nur drei Beine.
Er eröffnet dem Betrachter Möglichkeiten, wenn er dessen eigene Imagination herausfordert und ihm die Fortführung der Episoden überlässt, die er begonnen hat, Wie Scheherazade erzählt er fast atemlos, in der Hoffung auf eine weitere Gelegenheit, auf noch eine Geschichte in einer neuen Nacht.
(Text: Sabine Dortschy)

geb. 1957
bhausegger.at

BEHAUPTEN ICH BIN APPETITLICH ODER 1001 ZEICHNUNG
Wie Scheherazade, die Tochter des Wesirs des Königs Schahriyar, erzählen Hauseggers Zeichnungen unendlich viele Geschichten, um immer wieder an einer spannenden Wendung abzubrechen, wiederaufgenommen und in eine andere Richtung getrieben zu werden. Es ist eine Geste des Beutemachens, wenn Hausegger sich des kollektiven Bildgedächtnisses bedient, seine Figuren sind den Märchen und Comics aber auch medial vermittelten Bildern entliehen. Wie in einer Versuchsanordnungen, in offenen Bildkombinatoriken werden sie immer wieder neu gemischt. Er erzählt Tragödien, Komödien Anekdoten, stellt Behauptungen auf und leistet sich formale Experimente, dekliniert einzelne Formen gewissenhaft durch. Seine Motive unterlaufen immer wieder hinterhältig ihre ursprünglich lieblich-harmonische Konnotationen: Zwerge lassen die Hose hinunter, Lämmchen bluten, kleine Mädchen zeigen traurig ihren Schritt und Ponies haben nur drei Beine.
Er eröffnet dem Betrachter Möglichkeiten, wenn er dessen eigene Imagination herausfordert und ihm die Fortführung der Episoden überlässt, die er begonnen hat, Wie Scheherazade erzählt er fast atemlos, in der Hoffung auf eine weitere Gelegenheit, auf noch eine Geschichte in einer neuen Nacht.
(Text: Sabine Dortschy)

 

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