17 Johann Jascha

  • Titel:
    Schöner Wohnen
  • Entstehungsjahr:
    1969 – 1974/ 2015
  • Technik:
    12 Farben Pigmentprint, Photo Rag ultra smooth
  • Format:
    59,4 x 42 cm
  • Signatur:
    sign.
  • Rahmen:
    gerahmt
  • Rufpreis:
    € 350 (exkl. Rahmen)
  • Aus der Serie:
    entnommen aus der 5-teiligen Mappe; Ed. 18 Mappen, 3 A.P. 2 Beleg 1 P.P.

instant-edition → Johann Jascha (17)
instant-edition.at

Johann Jascha
geb. 1942 in Mettmach, Oberösterreich

jascha.at

1963 – 1967 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
1967 Diplom für Malerei
1975 Diplom für Medailleurkunst, Kleinplastik und Reliefkunst Wien
1976 Diplom für Zeichnung RSA, Atelier in Linz

Ausstellungen
357 Ausstellungen; davon 97 Einzelausstellungen von 1970-2000

Retrospektive
1989 „Zeitsprung“, Zeichnungen von 1971-1988:
OÖ Landesmuseum Linz/ Wiener Secession/ Kulturhaus Graz/
NÖ Dokumentationszentrum St. Pölten/ Rupertinum und Künstlerhaus Salzburg, 1990

Aktivitäten
14 Symposien von 1969 bis 2000 (in Zusammenarbeit mit der OÖ Landesregierung mit
Schwerpunkt Zeichnung), 14 Aktionen, mimische Auftritte und Schreiaktionen von 1970-1974,
Environments, Fotokunst, Kunst im öffentlichen Raum, Objektkunst, Reliefkunst, Zeichnung,
Malerei, Skulpturen und Installationen

Johann Jascha zählt zu den vielseitigsten österreichischen Künstlern.
Er arbeitet mit expressivem Körpereinsatz, als Stimmenakrobat, als Zeichner und Grafiker, als Fotound Videokünstler und im Verbund mit Architektur.
Der Breite an Genres und Techniken entspricht seine Selbstdefinition: „Ich bin mehrere“. Diesem Pluralismus liegen Radikalität und Protest gegen jene akademische Kunstszene zugrunde, wie er sie in den frühen siebziger Jahren vorfand. Seine Serie Schöner Wohnen ist ein Reflex auf die Lebenskultur des
Nachkriegs-Biedermeier. Seine Stör- und Schreiaktionen standen zwar vor dem Hintergrund des Wiener Aktionismus, hielten aber Distanz und entwickelten sich durch individuelle Körpersprache und fotografische Dokumentation zum unverwechselbaren Ausdruck.
Als thematisches Zentrum kristallisierte sich die menschliche Figur heraus. Diese Figur wächst bei Jascha aus der Schrift, aus der Landschaft, aus der Architektur. Er sucht, anfangs nah am Surrealismus, die Oberfläche zu durchbrechen und Verborgenes freizulegen. Im Frühwerk wird das Ich fixiert und provozierend das Terrain der „Republik Jascha“ abgesteckt, ohne die Mehrdeutigkeit aufzugeben.
Bewegung und Kommunikation sind Grundprinzipien seiner Kunst, die er aus dem Aktionistischen, das er heute gelassen als Episode charakterisiert, in die
Zeichnung überführte.
Seine Linie ist in Bewegung, seine Bilder sind Partituren der Körpersprache.
Text: Johannes Jetschgo

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