11 Zobl/Schneider

  • Titel:
    Private Pool 1 (Projekt COMPANY Arbeiten in Berndorf)
  • Entstehungsjahr:
    2009
  • Technik:
    Analoge s/w Fotografie, Baryt auf Aluminium
  • Format:
    100 x 100 cm
  • Signatur:
    rückseitig
  • Rufpreis:
    € 500
  • Aus der Serie:
    COMPANY Arbeiten in Berndorf / Ed. 2/6 AP

Beatrix Zobl, geb. 1970 in Salzburg
Wolfgang Schneider, geb. 1970 in Salzburg
leben und arbeiten in Wien
zoblscheider.net

Beatrix Zobl: Studium der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft, interdisziplinärer Universitätslehrgang Museums- und Ausstellungsdidaktik an der Universität Wien. Entwicklung zahlreicher Projekte und Arbeitsmethoden, darunter kommunikations- und prozessorientierte Projekte im öffentlichen/sozialen Raum, Installation, Foto, Video, Performance und Text in Verbindung mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Inter- und transdisziplinäre Projekte in Kooperation mit anderen KünstlerInnen, WissenschafterInnen und weiteren Personen. Ihr Hauptinteresse gilt dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft.

Wolfgang Schneider: Kochlehre in Salzburg. Studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Universität Wien; 1996–2000 (Gründungs-)Mitglied der KünstlerInnengruppe trans wien, die temporäre Projekte im urbanen Raum, v. a. im Bereich des Wiener Westgürtels, realisierte.
Schneider arbeitet an der Schnittstelle von künstlerischen und wissenschaftlichen Methoden und ihrer Praxis. Gemeinsam mit Beatrix Zobl Entwicklung zahlreicher Projekte im öffentlichen / sozialen Raum, Fotografie, Installation, Video, Performance und Text.

Preise & Stipendien:
2013 Atelierstipendium an der Cité International des Arts, Paris (Land Salzburg)
2012 Bank Austria Kunstpreis (für „Unsicheres Terrain/Destabilized Ground”, Soho in Ottakring 2012)
2010 Theodor Körner Preis für “Systems of Desire: Arbeiten”
2007 Glen Arbor studio residency, Michigan, USA
2005/2006 Budapest Stipendium (Land Salzburg)
2004 6 month Chicago studio residency (bka-Kunstsektion)
2002 Sonderpreis für innovative Sonderprojekte in den neuen Medien (Land Salzburg)
2000 Projektwerkstatt-Preis (mit trans wien) von O.K Zentrum für zeitgenössischen Kunst, Linz

Der öffentliche Charakter von Kunst kann Kommunikation an nicht vorgesehenen Stellen ermöglichen und kann temporäre Kommunikationsräume zwischen Gruppen herstellen, die im Alltag wenig miteinander zu tun haben. Diese Möglichkeiten sehen wir in der üblichen Kunstausübung in Museen, Galerien, Versteigerungen etc. aber nicht genügend genützt, da die Kunstinstitutionen im allgemeinen (häufig als elitär empfundene) Einrichtungen des Establishments sind.
Wollen wir uns mit Personen auseinandersetzen, die nicht zum üblichen Vernissagenpublikum zählen, müssen wir Interesse für ihre Lebenszusammenhänge zeigen.
Mit einem Wort vertreten wir eine nicht-elitäre Auffassung was die Orte und AnsprechpartnerInnen und das Recht unmittelbar mitzureden betrifft.
Sehr wohl sind aber die Wahl der Mittel, die theoretischen Überlegungen und die Kenntnis der Geschichte dieser Kunstströmungen elitär – in einem ganz ähnlichen Sinn, wie komplexe Spielregeln im Sport (Abseitsregel im Fußball etwa oder das Zählsystem im Tennis) elitär sind. Kunstrichtungen, die sich aus den vorgesehenen Räumen wagen, sind aber außerhalb des „white cube“ mit dem komplexen und unkalkulierbaren Terrain des sozialen Raums konfrontiert. Das bedeutet neue Spielregeln für Kunst, die nie absolut, sondern immer nur relational festzumachen sind. Um diese Thematik ging es in dem von uns veranstalteten internationalen Symposium „Dual Commitment“ (http://www.dualcommitment.net).
Der titelgebende Begriff lässt sich auch als Leitthema unserer eigenen Arbeit verstehen: als Versuch zwei unterschiedliche Felder mit unserer Arbeit zu erreichen. Das Kunstfeld und andere soziale Realitäten, wie zum Beispiel in unserem Projekt „COMPANY. Arbeiten in Berndorf“ den Arbeitsalltag in einem Industriebetrieb.

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